Ride That! Erster Teil.

Jan 13 2010 Published by Yannick under Ich

Oder, kurz gesagt: Unser Urlaub in Sölden 2010. Klingt doch als Titel schonmal sehr geil, oder?

Ein randvolles Auto bepackt mit zwei Koffern, einer Kiste Proviant, zwei Rucksäcken, Snowboard und Skiern sowie zwei absolut optimistische Insassen (ich für meinen Teil jetzt weniger, die andere Hälfte schon) – beste Voraussetzungen für gelungene sieben Tage, würde ich mal sagen. Morgens um halb neun fuhren wir los nach Hochsölden im schönen Österreich, etwa um zwei Uhr wollten wir dort ankommen – so glaubten wir. Was wir nämlich nicht bedacht hatten, war, dass die letzte Ferienwoche in Hessen nicht nur Anreise-, sondern auch Abreiseverkehr für alle anderen Bundesländer bedeutete. Nach fast vier Stunden reibungsloser Fahrt standen wir also kurz vor der österreichischen Grenze – und auf einmal ging nichts mehr. Niemand wusste genau warum, alle standen einfach nur.

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Offiziell hieß es, Urlauber auf der A7 vor Österreich hätten sich mit 14 Kilometer Stau zu quälen. Das stimmte natürlich soweit, allerdings erwähnte niemand, dass dieser Stau vielmehr eine Blockabfertigung über die Grenze bedeutete. Meint: 500 Meter fahren, eine halbe Stunde stehen. Repeat.

Gut, das lässt sich ja aushalten. Für die 30 Kilometer benötigten wir so knapp vier Stunden, nur um dann erneut vor dem selben Problem zu stehen: Die Situation auf dem Fernpass war keineswegs besser. Auch hier stand alles ohne ersichtlichen Grund. Inzwischen völlig ausgehungert (immerhin wollten wir ja schon gegen Mittag ankommen, ha ha!) schlichen wir aber auch diesen hinunter (oder vielmehr hinauf?). Nun ja, irgendwann kamen wir dann überraschenderweise doch in Sölden an (ein Dankeschön an die Fast Food-Industrie an dieser Stelle). Hochsölden jedoch liegt, wie der Name bereits sagt, oberhalb von Sölden – wir mussten also noch einmal quer durch den Ort und dann 10 Kilometer Serpentinen einen verschneiten Berg hinauf fahren.

Genau an dieser Stelle machte unser (heckantriebinhabendes!) Auto schlapp. Es war eigentlich nichtmal unsere Schuld, immerhin stand nach einer Kurve auf einmal ein Holländer in seinem Geländewagen mitten auf der Straße – einmal gebremst kamen wir nicht mehr los. Nach mehreren hilflosen Anrufen bei der österreichen Auskunft, Vodafone und vergeblichen Versuchen, die Schneeketten aufzuziehen, blieb uns nur, die Polizei zu verständigen. Und ich muss sagen: Nette Leute. Die schafften es dann auch, die störrischen Schneeketten auf die Reifen zu kriegen, sodass wir irgendwann doch oben ankamen. Gut, dass wir inzwischen die Schneeketten hatten. An der Straße in Hochsölden wären wir nämlich sowieso gescheitert:

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Auf jeden Fall schleppten wir uns mit letzter Kraft auf unser Pensionszimmer und konnten gerade noch auspacken, bevor wir todmüde ins Bett fielen.

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Soweit bis hierher. Ich hoffe, dass ich diesmal wirklich dazu komme, auch den Rest niederzuschreiben. :-(

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Calvin Harris – Acceptable In the 80’s

Jan 10 2010 Published by Yannick under Tracks

Nun ja, so ganz doch noch nicht. Aber ich bin aus dem Urlaub zurück, lebe noch und mir geht es nicht mehr ganz so dreckig. Ich habe sogar meinen Glauben an das Glück irgendwie wiedergefunden. Willkommen zurück, Glück!

Und um das zu feiern, ein bisschen Disco-Musik:

Calvin Harris -- Acceptable in the 80’s.

Einen ausführlichen Bericht zu unserem Urlaub gibt es, sobald ich ein wenig Zeit habe.

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Berlin, Berlin

Okt 23 2009 Published by Yannick under Ich

(Ich höre gerade: Kate Nash – Foundations) & (Achtung, das wird ein bebildeter Artikel!)

Wie es der Zufall so will, waren wir von Freitag Nachmittag bis Dienstag Morgen in Berlin. Wir, das sind ich, mein Vater und meine Freundin (ominös, ominös). Der Anlass war eigentlich ein wenig unspektakulär – wir wollten meinen Onkel (also den Bruder meines Vaters, respektive) und dessen Familie besuchen.

So packten wir also unsere Koffer, Taschen und sonstige Reiseutensilien, packten sie in ein großes Auto und machten uns mit Fertigkaffee, Schweineohren und einer ganzen Menge Verpenntheit morgens um acht Uhr los (überraschenderweise sogar ziemlich pünktlich). Und, wie ich überrascht feststellen musste: Man kann Berlin tatsächlich in fünfeinhalb Stunden erreichen. Das änderte natürlich nichts daran, dass es einfach scheiße kalt war, als wir ankamen – meine Befürchtungen haben sich also bestätigt.

In der Ferienwohnung angekommen (die Vermieterin lief natürlich eiskalt im T-Shirt herum) stellten wir unser Gepäck ab und machten uns auf zu meinem Onkel (der angeblich direkt um die Ecke wohnte – der Weg entpuppte sich dann doch etwas weiter als “direkt um die Ecke”). Kaffee, Tee, Familienvorstellung, Handschütteln hier, da, was man halt so macht, wenn man sich eine ganze Weile nicht gesehen hat. Nichtmal ohne ein “Bist du groß geworden” kamen wir aus. Schade aber auch.

Abendessen (ganz wichtig) gab es dann nach einem kleineren Rundgang durchs Viertel beim Vietnamesen um die Ecken. Während dieser Tour fielen mir zwei Dinge auf: 1. Es gibt jede Menge kleiner Geschäfte in Berlin, was ich definitiv sehr toll finde; 2. Der Großteil davon sind vietnamesische Restaurants. Lecker war es auf jeden Fall, so viel muss gesagt sein. Und weil wir ja so unerschrockene Helden sind, mussten wir natürlich erstmal als erste partnerschaftliche Aktion in diesem Kurzurlaub die Umgebung erkunden. Angeblich sei das Viertel voll von kleinen, privaten Modeläden, merkwürdigen Leuten, Musik, Bars, Clubs, etc., wurde uns gesagt. Das war dann auch alles ganz nett, nur war es a) schlicht saukalt und b) zu spät, als dass noch ein Geschäft geöffnet hätte.
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Naja, auf jeden Fall schlugen wir uns durch bis zum Brandenburger Tor, das im Rahmen des “Festival of Lights”‘ erleuchtet war, wie auch andere Gebäude in der Stadt – sehr nett, aber sehr kalt. Auf dem Rückweg hielten wir noch bei einer der angeblichen angesagten Bars (“Supanova”), die tatsächlich sehr nett war. Und hier der Plan:
Sowas brauchen wir bei uns auch! Wenn mich jemand finanzieren will, gerne.

Am nächsten Tag stand dann die obligatorische Autotour durch die Stadt an. Moderiert von meinem Onkel fuhren wir zwei Stunden lang kreuz und quer durch Berlin, Tourismus im Kleinformat.

(Jetzt höre ich: Arctic Monkeys – Old Yellow Bricks)

Nachdem wir das dann doch irgendwie geschafft hatten (ein wenig anstrengend war es ja doch), mussten wir definitiv einkaufen gehen – kulturell, versteht sich: im Kulturkaufhaus Dussmann. Alter, so eine große Buchhandlung habe ich noch nie gesehen – größer als Karstadt in Darmstadt, nur Bücher, CDs und DVDs. Sehr beeindruckend (und natürlich musste ich dreißig Euro da lassen. Dafür jetzt endlich: Porcupine Tree – The Incident!).

Angefacht und im Kaufrausch muste ich dann sofort noch nach einer Umhängetasche suchen, die ich wirklich dringend mal brauchte (um meinen Mantel auch mal anziehen zu können). Also ging es wieder los durch alle kleinen und großen Läden Berlins (fast.), bis ich dann schließlich endlich doch eine entdeckte – sehr geil, meiner Meinung nach, von skunkfunk. Bilder gibt es, sobald ich welche gemacht habe. Der einzige Nachteil: wieder sechzig Euro ausgegeben.

Abends aßen wir dann ein wenig beengt beim offensichtlich vollsten Szene-Italiener Berlins. Ehrlich, so viele Menschen auf so wenig Platz habe ich noch nie in einem Restaurant gesehen. (Lecker war es ja, zugegeben.)

Der Sonntag begann mit einem Besuch des Flohmarkts am Mauerpark, einer riesigen (wirklich riesigen) Hippie-Veranstaltung, bei der es so ziemlich alles gab, was sich keiner wünscht. Obwohl wir nach nichts suchten und einfach nur herumspazierten, brauchten wir zwei Stunden, bis wir alles abgelaufen hatten.

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Um dann unsere kulturelle Ader zu befriedigen, besuchten wir zunächst das DDR-Museum an der Spree. Und auch dort muss ich wieder sagen: Es wäre wirklich nett gewesen, wäre doch ein wenig mehr Platz gewesen! Die Exponate waren alle “zum Anfassen”, wie die Infotafeln verrieten; nur leider kam man nie nah genug an sie heran, um das tatsächlich auch zu tun. Die empfohlenen anderthalb Stunden für einen Besuch halbierten sich bei uns aus purer Frustration. Allerdings gab uns das Zeit für einige imperatorenhafte Bilder:

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Da das immer noch nicht anspruchsvoll genug war, gaben wir uns danach noch (man merkt, ich will Wortwiederholungen vermeiden) das Deutsche Historische Museum – das war auch tatsächlich überaus interessant, aber eine solche Fülle an Informationen so unübersichtlich strukturiert überwältigten uns dann doch etwas. Meiner Meinung nach war das Hauptproblem, dass der Fokus der Ausstellungen zu sehr auf Hintergrundmaterial (Quellentexte, Gemälde, etc.) anstatt von handfesten Fakten gelegt wurde – man verlor sich ein wenig im Gewirr der Ausstellungsstücke. Dazu kam noch, dass der zu laufende Weg nicht ganz offensichtlich war. Inzwischen denke ich, dass es einen “Hauptweg” mit Übersichtstafeln zur jeweiligen Epoche mit einzelnen Abzweigungen zur Vertiefung gab. Das musste man aber erst einmal herausfinden, da halfen auch die Pfeile auf dem Boden nicht. Aber was will man sagen – Schüler und Studenten bezahlen keinen Eintritt, also durchaus empfehlenswert. Nur Zeit sollte man mitbringen!

Nach dem Abendessen dieses Tages habe ich beschlossen, öfter indisch zu essen. Nur so viel.

Der letzte Tag bestand doch wieder aus purer Dekadenz. Nach dem längst überfälligen Besuch des KaDeWe und insbesondere dessen Feinkostabteilung reizten uns noch der Kurfürstendamm (ich weigere mich, “Ku’damm” zu schreiben) mit dem leider geschlossenen Fotografiemuseum und eine Buchhandlung, in der wir uns leider völlig festlasen (und wieder dreißig Euro ließen), sodass wir zu spät zum Abendessen und den selbstgerollten Gnocchi kamen (die übrigens sehr lecker waren, wie ich an dieser Stelle nochmal erwähnen muss – vielleicht liest das ja jemand, der sich geschmeichelt fühlt).

Zum Abend muss man sagen: Sehr blöd gelaufen. Beim Stöbern im Nachtleben-Führer stellten wir (ich sehr begeistert, sie sehr zurückhaltend) fest, dass in einer Kreuzberger Bar Die Sterne mit Support von Frittenbude auftreten würden, was bei mir ein gewisse Euphorie auslöste. Nachdem Frittenbude jedoch absagten und es sowieso keine Karten mehr gab, beschlossen wir doch, so fertig zu sein, dass wir den Abend in der heimischen Ferienwohnung verbrachten.

Das war im Wesentlichen unser Berlin-Aufenthalt – weniger Dekadenz, als erwartet, mehr, als nötig. Irgendwie.

Danke! (Ich hoffe, es fühlt sich jemand angesprochen.)

(Ach, und gefahren sind wir natürlich auch wieder.)

Um noch eine schnelle Kostenrechnung von meiner Seite zu machen:
- 30 Euro Bar abgehoben zu Beginn;
- 30 Euro für CDs;
- 30 Euro für Bücher;
- 60 Euro für eine Tasche;
- 10 Euro für Kaffee;
- 15 Euro bei Peek und Cloppenburg.
Macht unterm Strich etwa 180 Euro. Ich sollte sparsamer werden.

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Urlaub! Urlaub! Eins.

Aug 30 2009 Published by Yannick under Ich

Das muss ja alles mal ein Ende haben mit dieser ewigen Fragerei nach dem Urlaub. Ich sehe ja ein, dass es ein interessantes Thema ist (uhuh, Beziehungskriesen?) und ich erzähle es ja auch immer wieder gerne, aber nun gut – irgendwo muss man echt mal ‘nen Punkt machen. Daher also hier nun die Aufzeichnungen des Urlaubs. Und nein, sie sind nicht in Tagebuchform (auch wenn das irgendwie was hätte).

Mal so als kleine Einleitung: Ich und meine (anonyme) Freundin (wer weiß, was das hier liest!) waren in der vorletzten Sommerferienwoche in Hessen für zehn Tage Zelten auf Sardinien. Das liegt in Italien, ne? Das Ganze war von ziemlich langer Hand geplant, also hätte es ja eigentlich nicht wirklich viele Komplikationen geben dürfen … na ja. Angefangen hat es damit, dass wir unbedingt zusammen in Urlaub fahren wollten, ursprünglich sogar noch mit zwei Freunden. Nachdem die dann allerdings abgesprumgen waren und uns unser ursprüngliches Reiseziel Kroatien aus Kosten- und Anreisegründen nicht mehr gefiel, waren wir soweit, dass wir einfach bei diversen Billigfluganbietern die Reiseziele checkten und dann anhand des günstigsten Fluges unseren Urlaubstraum wählten.

So kamen wir dann also auf Alghero, Sardinien, Italien. In der Nähe des Flughafens und der Innenstadt lag auch gleich ein Campingplatz – “La Mariposa”, Schleichwerbung -, bei dem man allerdings nicht reservieren konnte. Also buchten wir nur die Flugtickets und hofften, dann dort einen Platz für ein Zweierzelt zu kriegen (was ja nicht so ein Problem sein dürfte, oder?). Vorsorglich informierten wir uns noch provisorisch über Supermarkt-Standorte, Busfahrpläne, Trinkgeldhöhe und erwarben phänomenale Italienisch-Grundkenntnisse (das heißt: ich jetzt nicht so, dafür andere).

Mit dann irgendwann gepackten Wander-Rucksäcken und extra hinzugebuchtem dritten Gepäckstück standen wir also dann am Flughafen Frankfurt-Hahn und hofften, irgendwie nach Italien zu k0mmen. Nach einem handfesten Streit mit der Check-In-Servicekraft über angebliches Übergepäck durften wir dann endlich strafgeldfrei auf unser komfortables Riesenflugzeug warten, juhu. So übel war es eigentlich nichtmal, wir durften sogar nebeneinander sitzen!

Angekommen in Alghero holten wir unser Gepäck und machten uns auf zur Bushaltestelle, bei der der Bus, der uns zum Campingplatz bringen sollte, angeblich alle halbe Stunde abfahren sollte – Pustekuchen. Nachdem wir dann herausgefunden hatten, wo wir überhaupt Fahrkarten kriegen konnten, stellten wir nämlich fest, dass der Fahrplan mehr so rudimentär orientierungsmäßig gemeint war – der Bus kam wohl etwa jede Stunde. Das hieß: Wieder in fünfzig Minuten. Das tat er dann auch (zwar mit zwanzig Minuten Verspätung, aber wir hatten ja nette Mitwartende).

Dann das nächste Problem: Wir hatten nicht die leiseste Ahnung, wo wir eigentlich aussteigen sollten. Da der Bus so gerammelt voll war, dass zum Busfahrer kein Durchkommen war, hielten wir usn einfach an besagte Mitwartende, von denen wir wussten, dass sie auch campen wollten – allerdings offensichtlich auf einem anderen Zeltplatz als wir. Das stellten wir leider erst fest, als wir brav hinter ihnen an der falschen Haltestelle ausgestiegen waren. Also saßen wir mit unseren zwei Camping- und zwei normalen Rucksäcken sowie einer Reisetasche auf einer Bank in der prallen Sonne irgendwo zwischen Fertilia und Alghero. Toll gelaufen. Zu dem Zeitpunkt war es ungefähr sechs Uhr abends. Malerisch war es aber!

So weit, so gut. Jetzt bin ich definitiv müde und habe morgen zehn Stunden Schule vor mir – insofern: Fortsetzung folgt!

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