Das muss ja alles mal ein Ende haben mit dieser ewigen Fragerei nach dem Urlaub. Ich sehe ja ein, dass es ein interessantes Thema ist (uhuh, Beziehungskriesen?) und ich erzähle es ja auch immer wieder gerne, aber nun gut – irgendwo muss man echt mal ‘nen Punkt machen. Daher also hier nun die Aufzeichnungen des Urlaubs. Und nein, sie sind nicht in Tagebuchform (auch wenn das irgendwie was hätte).
Mal so als kleine Einleitung: Ich und meine (anonyme) Freundin (wer weiß, was das hier liest!) waren in der vorletzten Sommerferienwoche in Hessen für zehn Tage Zelten auf Sardinien. Das liegt in Italien, ne? Das Ganze war von ziemlich langer Hand geplant, also hätte es ja eigentlich nicht wirklich viele Komplikationen geben dürfen … na ja. Angefangen hat es damit, dass wir unbedingt zusammen in Urlaub fahren wollten, ursprünglich sogar noch mit zwei Freunden. Nachdem die dann allerdings abgesprumgen waren und uns unser ursprüngliches Reiseziel Kroatien aus Kosten- und Anreisegründen nicht mehr gefiel, waren wir soweit, dass wir einfach bei diversen Billigfluganbietern die Reiseziele checkten und dann anhand des günstigsten Fluges unseren Urlaubstraum wählten.
So kamen wir dann also auf Alghero, Sardinien, Italien. In der Nähe des Flughafens und der Innenstadt lag auch gleich ein Campingplatz – “La Mariposa”, Schleichwerbung -, bei dem man allerdings nicht reservieren konnte. Also buchten wir nur die Flugtickets und hofften, dann dort einen Platz für ein Zweierzelt zu kriegen (was ja nicht so ein Problem sein dürfte, oder?). Vorsorglich informierten wir uns noch provisorisch über Supermarkt-Standorte, Busfahrpläne, Trinkgeldhöhe und erwarben phänomenale Italienisch-Grundkenntnisse (das heißt: ich jetzt nicht so, dafür andere).
Mit dann irgendwann gepackten Wander-Rucksäcken und extra hinzugebuchtem dritten Gepäckstück standen wir also dann am Flughafen Frankfurt-Hahn und hofften, irgendwie nach Italien zu k0mmen. Nach einem handfesten Streit mit der Check-In-Servicekraft über angebliches Übergepäck durften wir dann endlich strafgeldfrei auf unser komfortables Riesenflugzeug warten, juhu. So übel war es eigentlich nichtmal, wir durften sogar nebeneinander sitzen!
Angekommen in Alghero holten wir unser Gepäck und machten uns auf zur Bushaltestelle, bei der der Bus, der uns zum Campingplatz bringen sollte, angeblich alle halbe Stunde abfahren sollte – Pustekuchen. Nachdem wir dann herausgefunden hatten, wo wir überhaupt Fahrkarten kriegen konnten, stellten wir nämlich fest, dass der Fahrplan mehr so rudimentär orientierungsmäßig gemeint war – der Bus kam wohl etwa jede Stunde. Das hieß: Wieder in fünfzig Minuten. Das tat er dann auch (zwar mit zwanzig Minuten Verspätung, aber wir hatten ja nette Mitwartende).
Dann das nächste Problem: Wir hatten nicht die leiseste Ahnung, wo wir eigentlich aussteigen sollten. Da der Bus so gerammelt voll war, dass zum Busfahrer kein Durchkommen war, hielten wir usn einfach an besagte Mitwartende, von denen wir wussten, dass sie auch campen wollten – allerdings offensichtlich auf einem anderen Zeltplatz als wir. Das stellten wir leider erst fest, als wir brav hinter ihnen an der falschen Haltestelle ausgestiegen waren. Also saßen wir mit unseren zwei Camping- und zwei normalen Rucksäcken sowie einer Reisetasche auf einer Bank in der prallen Sonne irgendwo zwischen Fertilia und Alghero. Toll gelaufen. Zu dem Zeitpunkt war es ungefähr sechs Uhr abends. Malerisch war es aber!
So weit, so gut. Jetzt bin ich definitiv müde und habe morgen zehn Stunden Schule vor mir – insofern: Fortsetzung folgt!