Archive for the 'CDs & EPs' Category

The Temper Trap: Conditions

Feb 14 2010 Published by Yannick under CDs & EPs

The Temper Trap zitieren gerne. Coldplay, Bloc Party, manchmal ein bisschen U2, ganz viel Gitarre, Teppich, Synthesizer. Ein wenig Pop. Falsett-Gesang. Und schon ist man gefangen in “Conditions”.

Jetzt darf ich auch nochmal zitieren (bzw. verlinken): “Sweet Disposition”. Mehr oder weniger so klingt das gesamte Album.

Das ist eigentlich gar nicht so schlecht. Es fällt einem auch gar nicht mal so sehr auf, wenn man nicht darauf achtet. Trotzdem – “Conditions” ist ein einziger breiter Klangteppich aus Schlagzeug, Synthesizern und ganz viel Schrammel-Gefühl. Eingängige Melodien gibt es zwar weniger, dafür eine schön abgemischtes, fließendes Werk, das man wenigstens ein paar Mal hören muss, bis man es wieder mit gutem Gewissen beiseite legen kann.

Wer also auf ein bisschen undefinierte Klänge, sehr, sehr hohen Gesang und ein wenig 80er steht, der sollte sich “Conditions” auf jeden Fall mal anhören. Ansonsten hat man zwar kein Meisterwerk verpasst – aber ein Stück gute Musik.

Bisher keine Kommentare

Bosse: Taxi

Jan 17 2010 Published by Yannick under CDs & EPs

Meine euphorische Melancholie betreffend dieses Albums habe ich ja bereits hier zum Ausdruck gebracht. (Mann, was für ein Satz!) Und ich habe sie auch nach intensivem Genuss nicht verloren. Endlich wieder gute, melancholische deutsche Indie-Musik! Stellenweise erinnert mich Bosse sehr an Kettcar, Niels Frevert und Tomte (die hier bestimmt auch noch ihr Blog-Debut feiern werden) mit mehr Klavier und mehr gesprochenem Text.

“Liebe ist leise, und alles hier ist laut” heißt es in “Liebe Ist Leise”. Und irgendwie steht das gesamte Album unter diesem Motto. Viel leise, sanfte Klaviermusik und Streicher treffen auf eingängige Melodien mit endlich einfach mal unpoetischen, wahren Texten. Hier muss sich keiner wichtig fühlen, hier geht es nicht um pseudo-bedeutsame Botschaften. Hier geht es um Musik, die zu Herzen geht -- und das spürt man in jeder einzelnen Zeile jeden einzelnen Liedes.

“Ich glaub daran, dass Glück auf der Straße liegt, dass es uns begegnet und bleibt.”

Sehr tolle Tracks außer “3 Millionen” (ist oben verlinkt):

Tanz Mit Mir:

Liebe Ist Leise:

Alter Strand:

Bisher 2 Kommentare

Kanye West: 808’s and Heartbreaks

Jan 10 2010 Published by Yannick under CDs & EPs

“A mixed drink with auto tune, distortion and a little bit of delay on it.”

So beschreibt Kanye West selbst sein 2008 erschienenes Werk 808’s and Heartbreaks. West war in der letzten Zeit ja eher für einige Skandale bekannt (zuletzt bei den VMAs, als er auf die Bühne stürzte, falls das irgendwer gesehen haben sollte) und in sein neuestes Album habe ich (noch?) nicht hineingehört. In dieses jedoch schon, und ich muss sagen, ich bin schwer angetan.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich normalerweise sehr abgeneigt gegenüber Hip-Hop bin. Und das bin ich auch immer noch. Kanye West hat hier jedoch eine ganz neue Dimension des Genres eröffnet – der Sound geht eher in Richtung Ambient mit sehr eingängigen Beats und nettem Gesang (und sogar einigermaßen gutem Text). “A mixed drink”, zweifelsohne. Nichtmal der Autotune-Effekt stört mich diesmal, auch wenn er mich sonst meistens sehr schnell vertreibt. Hier wirkt er aber weder lächerlich noch stört er besonders – passt irgendwie.

Ein wenig öfter im Radio liefen vor einiger Zeit “Love Lockdown” und “Heartless”; zweifelsohne sehr nette Tracks. Ein wenig merkwürdig, aber trotzdem gut ist auch “Amazing (feat. Young Jeezy)”, wobei sich dieser Young Jeezy doch ein wenig mehr mit seinem Gegrunze zurückhalten sollte.

Eine CD zum Erfreuen und ein wenig traurig werden. Tatsächlich sogar etwas für Leute, die eher weniger mit Hip-Hop anfangen können. Hören wir in einer Weile nochmal rein!

Bisher keine Kommentare

The Bravery: The Bravery

Dez 31 2009 Published by Yannick under CDs & EPs

Hm. Nach dem ersten Hören des selbstbetitelten Debütalbums von The Bravery habe ich irgendwie das Gefühl, alles verpasst zu haben. Rauscht einfach so vorbei, ohne besonders nennenswerte Höhe- oder Tiefpunkte. Vielleicht habe ich ja einfach nicht genau genug zugehört, aber für mich klang das alles nach weichgespültem Pop-Rock, der gerne alternativ sein will.

Die Band wird oft mit den Killers verglichen (die ich persönlich für ziemlich genial halte, nur so am Rande) – das seh ich irgendwo nicht. Die Killers klingen anders, und vor allem klingen sie besser. The Bravery holen sich einfach zu viele Anleihen (nicht nur bei den Killers, irgendwie auch bei den Strokes?), die sie dann aber schlecht umsetzen. Wobei, um mal ein wenig fair zu sein: Der eröffnende Track “An Honest Mistake” ist gar nicht mal so schlecht, und “Fearless” geht sogar irgendwie ins Ohr.

Meiner Meinung nach völlig überbewertet. Kann man gar nicht so viel dazu sagen.

Bisher keine Kommentare

White Lies: To Lose My Life

Dez 30 2009 Published by Yannick under CDs & EPs

Wenn die Apokalypse kommt, will ich mit To Lose My Life in den Tod gehen. Mal ehrlich, wem kommen denn keine Weltuntergangs-Gedanken, wenn er sich dieses Cover ansieht? … nein, ernsthaft. Das neue Album von White Lies hat so eine gewaltige Kraft, ist aber nicht zu brutal laut und schnell – genau die richtige Mischung zwischen ruhig und stürmisch. Die Texte finden (auch wenn ich das irgendwie schon gar nicht mehr erwartet hatte) immer ihr perfektes musikalisches Pendant. Um mal eine tolle Assoziation vorzubringen: Ich musste (und muss immer noch) die ganze Zeit über an Regen denken. Regen, Regen, Regen! Sturm, Sturm, Sturm!

Ich mag Regen, ehrlich. Und trotzdem verfluche ich ihn manchmal dafür, dass er mir so schlechte Laune macht. Genauso ist es mit To Lose My Life. Die Musik steht dem düsteren Titel in nichts nach – und trotzdem macht es irgendwie einfach Spaß. Eines der wenigen Alben, die gute schlechte (oder schlechte gute) Laune machen (und bei denen fast alle Tracks fünf Sterne in meiner Mediathek bekommen). Sehr empfehlenswert!

Um ein paar Tracks besonders hervorzuheben: “To Lose My Life”, “Farewell To The Fareground” und “The Price Of Love” sind wirklich schrecklich penetrant, wenn ich an andere Musik denken will.

Let’s grow old together, and die at the same time …

Mal sehen, wie ich in einer Weile darüber denke. Bin gespannt.

Bisher keine Kommentare

Next »