Ride That! Erster Teil.
Oder, kurz gesagt: Unser Urlaub in Sölden 2010. Klingt doch als Titel schonmal sehr geil, oder?
Ein randvolles Auto bepackt mit zwei Koffern, einer Kiste Proviant, zwei Rucksäcken, Snowboard und Skiern sowie zwei absolut optimistische Insassen (ich für meinen Teil jetzt weniger, die andere Hälfte schon) – beste Voraussetzungen für gelungene sieben Tage, würde ich mal sagen. Morgens um halb neun fuhren wir los nach Hochsölden im schönen Österreich, etwa um zwei Uhr wollten wir dort ankommen – so glaubten wir. Was wir nämlich nicht bedacht hatten, war, dass die letzte Ferienwoche in Hessen nicht nur Anreise-, sondern auch Abreiseverkehr für alle anderen Bundesländer bedeutete. Nach fast vier Stunden reibungsloser Fahrt standen wir also kurz vor der österreichischen Grenze – und auf einmal ging nichts mehr. Niemand wusste genau warum, alle standen einfach nur.
Offiziell hieß es, Urlauber auf der A7 vor Österreich hätten sich mit 14 Kilometer Stau zu quälen. Das stimmte natürlich soweit, allerdings erwähnte niemand, dass dieser Stau vielmehr eine Blockabfertigung über die Grenze bedeutete. Meint: 500 Meter fahren, eine halbe Stunde stehen. Repeat.
Gut, das lässt sich ja aushalten. Für die 30 Kilometer benötigten wir so knapp vier Stunden, nur um dann erneut vor dem selben Problem zu stehen: Die Situation auf dem Fernpass war keineswegs besser. Auch hier stand alles ohne ersichtlichen Grund. Inzwischen völlig ausgehungert (immerhin wollten wir ja schon gegen Mittag ankommen, ha ha!) schlichen wir aber auch diesen hinunter (oder vielmehr hinauf?). Nun ja, irgendwann kamen wir dann überraschenderweise doch in Sölden an (ein Dankeschön an die Fast Food-Industrie an dieser Stelle). Hochsölden jedoch liegt, wie der Name bereits sagt, oberhalb von Sölden – wir mussten also noch einmal quer durch den Ort und dann 10 Kilometer Serpentinen einen verschneiten Berg hinauf fahren.
Genau an dieser Stelle machte unser (heckantriebinhabendes!) Auto schlapp. Es war eigentlich nichtmal unsere Schuld, immerhin stand nach einer Kurve auf einmal ein Holländer in seinem Geländewagen mitten auf der Straße – einmal gebremst kamen wir nicht mehr los. Nach mehreren hilflosen Anrufen bei der österreichen Auskunft, Vodafone und vergeblichen Versuchen, die Schneeketten aufzuziehen, blieb uns nur, die Polizei zu verständigen. Und ich muss sagen: Nette Leute. Die schafften es dann auch, die störrischen Schneeketten auf die Reifen zu kriegen, sodass wir irgendwann doch oben ankamen. Gut, dass wir inzwischen die Schneeketten hatten. An der Straße in Hochsölden wären wir nämlich sowieso gescheitert:
Auf jeden Fall schleppten wir uns mit letzter Kraft auf unser Pensionszimmer und konnten gerade noch auspacken, bevor wir todmüde ins Bett fielen.
Soweit bis hierher. Ich hoffe, dass ich diesmal wirklich dazu komme, auch den Rest niederzuschreiben. :-(




Ja, da bin ich auch mal gespannt – wäre ja mal was, wenn auf Teil 1 tatsächlich ein Teil 2 folgen würde…
Kann man denn noch mit Teil 2 rechnen?
Ich hoffe es, ehrlich.